fleißarbeit

dies ist mein ergebnis einer fleißarbeit.

fleißarbeiten scheinen auch eine absolut oberscheißige, olle methode für bestrafung bei regelverstoß, disziplinierung…. zu sein, – denk ich mir so.

am montag hab ich mit ‚meiner‘ kunstklasse noch mal regeln zum ‚verhalten im kunstunterricht‘ aufgestellt, weils in der woche davor oft total laut und durcheinader war und ich mehrmals bei ansagen nicht gehört wurde und die kinder sich vor allem schon gegenseitig tierisch auf den keks gingen, was wiederum dazu geführt hat, dass sie sich ständig gegenseitig ermahnten, endlich still zu sein u.s.w. u.s.w. u.s.w. bis sogar der vorschlag von einer schülerin kam, ich solle doch jetzt mal die klassenlehrerin holen, damit die für ruhe sorgt! das hat mich besonders hart getroffen.

also hab ich nochmal regeln mit den kids aufgestellt am montag. und dabei auch wieder verdammt viel falsch gemacht… statt die kinder nur einzubeziehen, hab ich sie eigentlich alle regeln selber erdenken und formulieren lassen. da kam auch alles (und noch viel mehr) was ich mir so erwünscht hatte, aber das hat natürlich eeeewig gedauert und auch wieder zu ungeduldiger unruhe geführt. der ratschlag des klassen-erziehers danach: kinder einbeziehen ist immer super und wichtig und gut und so, aber nicht alle (23) für alles und dann noch alles absprechen und abstimmen….

und dann hab ich sie auch noch nach den maßnahmen gefragt, die ich bei ‚regelverstoß‘ ergreifen soll. (zu dieser absprache wurde ich insbesondere von einer wundervollen, vorbildlichen kunst-referendarinnen-freundin angeregt) die breite masse kam zu dem entschluss: bei regelverstoß gibts einen strich hinter dem namen des kindes, unten auf dem regelplakat, und bei drei strichen muss man die regeln (ich glaub es waren 6-7) 5mal abschreibe und bei sechs strichen muss man die regeln 10mal abschreiben und zur absprache weiterer maßnahmen bei stetigem nicht beachten der regeln, hatte ich dann keine lust mehr und hoffe und denke außerdem, dass es auch nicht nötig sein wird. – besser als das abschreiben der regeln hat mir sowieso der vorschlag von zwei kerls gefallen:

wenn die regeln nicht eingehalten werden, verbrennen wir das regelplakat!

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11 Antworten zu fleißarbeit

  1. Sina schreibt:

    ein wunderwunderwunderschönes bild!

    weiter so!!! du hast dich einem problem offensiv zugewandt. ernte bald die früchte dieser körperlichen schwerarbeit!
    es dauert sehr lang schüler und schülerinnen zum demokratischen denken und handeln heranzuerziehen. das sind sie nicht gewohnt und bedarf der weiteren übung. bleib am ball!

    buchtipp: Gert Lohmann: Mit Schülern klarkommen, Berlin 2003 (ISBN: 3589216336).

    alles liebe
    s

  2. teresa schreibt:

    Für manche könnte das Mandala-Malen ja auch zur Strafe werden…🙂
    Ich persönlich habe mich dabei grad in meine Grundschulzeit zurückversetzt gefühlt, denn wenn ich es mir aussuchen durfte, habe ich nichts anderes gemalt.

    Das ist mal eine interessante, andere Perspektive der Kunst, die du hier teilst!

  3. die Schmith schreibt:

    Wie wäre es denn bei ganz groben Regelverstößen den Schüler alle Tische abwischen zu lassen? Sowas gabs zumindest bei uns. Wer macht sowas schon gerne und vor allem, wenn das was von Putzfrau hat? Und zwar, wenn die Stunde vorbei ist. Oder nach dem Unterricht. Auf jeden Fall so gelegen, dass es wirklich eine böse Strafe ist.

    • kunstlehrerin schreibt:

      ich find ja strafen als strafen eigentlich SCHEIßE.
      ich versuche das mehr als hilfestellung zur regeleinhaltung zu betrachten und daher dachte ich: am besten die schüler überlegen sich selbst die strafe, die werden schon wissen, was angemessen ist.
      und die wollten halt regeln abschreiben (eigentlich sogar 20mal!)

      • die Schmith schreibt:

        Wenn die unbedingt 20 wollen, können die doch auch 20 machen.😉
        Du könntest den betreffenden Schüler auch an die Tafel stellen und es dort schreiben lassen. Das ist immerhin mit aufstehen verbunden. Sowas ist für manchem Schüler schon unglaublich anstrengend, so mitten in der Stunde.😉

  4. Christian schreibt:

    Mmmmhh. Regeln aufstellen okay. Aber als Strafe abschreiben? Nö! Wenn bestrafen, dann doch bitte was nützliches. Was bringt denn das sinnlose Abschreiben von Regeln? Da muss ich doch gleich an die Simpsons denken…
    Wie wärs denn etwas positiver? Habe in anderen Blogs einige gute Ideen gesehen: Keine Strafe, sondern Belohnung für diejenigen, die sich dran halten?
    so in der Art:
    http://mrspicassosartroom.blogspot.com/2010/09/bulletin-boards-etc.html

    • kunstlehrerin schreibt:

      in einer anderen klasse, wo es von vornherein wild war, da gibts bei mir auch bonus-stempel-karten (wie bei diverse kaffee-laden-ketten) zum abstempel für top verhalten. und bei 10 stempeln gibts dann was, aber was, das weiß ich noch gar nich. ich tu mich sehr schwer mit diesen belohnungs-bestrafungs-disziplinierungsmaßnahmen. da ist mir nicht wohl bei und da es in dieser kunstklasse bisher so gut lief, dachte ich, wir kommen um diesen kram herum.
      die regeln sind also mehr spontan aus der not geboren.
      den kunst-gute-tage- schlechte-tage-grafen finde ich tatsächlich ziemlich gut, aber der betrifft ja immer die ganze klasse.

      • die Schmith schreibt:

        Das erinnert mich gerade wieder an meine Hortzeit. Am Ende mussten immer alle Stühle hochgestellt werden (das war noch, als der Hort direkt in den Schulräumen stattfand und nicht woanders, also zu POS-Zeiten), damit die Reinigungskraft schneller voran kam.
        Um uns Kindern das ein bisschen schmackhafter zu machen, gabs eine Flasche mit Seifenplasengeblubberzeugs. Für jeden hochgestellten Stuhl durfte einmal gepustet werden. Manchmal gab es zur Belohnung auch Bonbons. Aber meistens die Sache mit den Seifenblasen. Man mag kaum glauben, wie schnell die Stühle alle ordentlich hochgestellt waren.

  5. kunstlehrerin schreibt:

    seifenblasen fänd ich auch ziemlich spitze! vielleicht führ ich das mal ein in der 6.klasse. ich glaub die würden sich auch noch freuen, wenn man immer nach einer tollen kunststunde mal ne runde seifenblasen im kunstraum spendiert.

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